Sydney in nur 24 Stunden
Während unseres Divemasterkurses in Indonesien mussten wir das Land einmal verlassen, um unser Visum zu erneuern. Viele entschieden sich für einen kurzen Flug nach Malaysia. Als wir jedoch nach den Preisen schauten, stellten wir fest, dass ein Flug nach Sydney mit Jetstar nur geringfügig teurer war. Die Entscheidung fiel deshalb ziemlich leicht. Wenn man schon einmal die Möglichkeit hat, für einen Tag nach Australien zu fliegen, warum nicht?
Am Dienstag landeten wir mit Batik Air in Sydney. Bereits am nächsten Tag sollte es mit Jetstar wieder zurück nach Indonesien gehen. Uns blieben also gerade einmal 24 Stunden, um eine der bekanntesten Städte Australiens zu erkunden.
Unsere erste Station war allerdings nicht das berühmte Opernhaus, sondern der Tauchladen Adreno. Eigentlich wollten wir dort nur Kleinigkeiten kaufen. Ich brauchte einen Karabiner und wollte mir vielleicht ein paar Flossen ansehen. Johanna suchte nach einer neuen Tauchmaske.
Wie das manchmal halt so ist, blieb es natürlich nicht bei den Kleinigkeiten. Am Ende verließen wir den Laden beide mit einem neuen Jacket, Regs, ich noch mit Finns  und meinem Karabiner. Tatsächlich waren viele Tauchartikel in Australien günstiger als in Indonesien. Der Grund dafür ist recht einfach. In Indonesien müssen viele hochwertige Markenprodukte importiert werden und sind dadurch oft sogar teurer als in Australien.
Anschließend fuhren wir zu unserem Hostel und machten uns direkt auf den Weg zum berühmten Opern Haus. Das markante Gebäude gehört seit 2007 zum UNESCO Welterbe und zählt zu den bekanntesten Bauwerken der Welt. Mit seinen weißen, segelförmigen Dächern prägt es die Skyline der Stadt wie kaum ein anderes Gebäude.
Leider zeigte sich Sydney an diesem Tag von seiner nassen Seite. Es regnete fast ununterbrochen. Trotzdem war der Spaziergang rund um den Hafen beeindruckend. Das Opernhaus ist einfach ein Bauwerk, das man einmal selbst gesehen haben sollte wenn man die Möglichkeit hat. 
Funfact
Der Däne Jørn Utzon entwarf das Opernhaus und gewann damit 1957 den internationalen Architekturwettbewerb. Während der Bauzeit kam es jedoch zu heftigen politischen Streitigkeiten und Kostenexplosionen. Nachdem ihm Honorarzahlungen verweigert wurden, verließ Utzon 1966 Australien im Streit und kehrte nie wieder zur Baustelle oder in das fertiggestellte Opernhaus zurück. Erst viele Jahre später wurde seine Arbeit offiziell gewürdigt. 2003 erhielt er für das Bauwerk sogar den renommierten Pritzker Preis.
Die Concert Hall
Die Concert Hall
So sieht´s bei schönem Wetter aus
So sieht´s bei schönem Wetter aus
Vom Opernhaus aus nahmen wir die Fähre auf die andere Seite des Hafens. Der Regen ließ allerdings nicht nach und irgendwann kamen wir komplett durchnässt wieder im Hostel an. Nachdem einem kleinen Abendessen machten wir uns am Abend trotzdem noch einmal auf den Weg.
Die Skyline von Sydney bei Nacht mit dem beleuchteten Opernhaus und der Sydney Harbour Bridge gehört schließlich zu den Motiven, die man sich nicht entgehen lassen möchte, wenn man nunr einen Tag da ist.. Zum Glück blieb es lange genug trocken, um einige Nachtaufnahmen zu machen. Dach bei meiner letzten setzte der Regen ein. Der Regen kam so schnell das die ersten Shots links noch trocken waren und bei den letzten rechts es in Strömen regnete.

Panorama aus 8 Shots zusammengesetzt. 

Am nächsten Morgen checkten wir aus dem Hostel aus und machten uns mit unserem gesamten Gepäck auf den Weg zum Bondi Beach. Die Anfahrt dauerte überraschend lange. Erst ging es mit der Bahn quer durch die Stadt und anschließend noch mit dem Bus weiter bis an den berühmten Strand.
Dort hatten wir endlich mehr Glück mit dem Wetter. Es war bewölkt aber trocken und ich konnte sogar meine Drohne steigen lassen. Die Kombination aus den Klippen, dem langen Sandstrand und dem türkisfarbenen Wasser des Bondi Icebergs sorgte für einige meiner Lieblingsaufnahmen aus Sydney.
Zurück in der Innenstadt gingen wir noch etwas essen. Dabei entdeckte ich zufällig eine kleine Decathlon Filiale. Eigentlich wollte ich nur kurz hineinschauen, fand dort aber eine Tauchtasche mit Rollen, die sich im Nachhinein als eine der besten spontanen Anschaffungen der Reise herausstellte. Endlich konnte die gesamten Einkäufe in einer Tasche verstauen, statt ständig mehrere einzelne Taschen und Ausrüstungsteile durch die Stadt und die Flughäfen zu schleppen. 
Die Segel der Oper
Die Segel der Oper
Teilnehmer des Bridge Walks der Harbour Bridge
Teilnehmer des Bridge Walks der Harbour Bridge
Kurz darauf hob unser Flug mit Kurs auf Lombok ab. 24 Stunden sind für eine Stadt wie Sydney natürlich viel zu wenig. Trotzdem hat sich dieser kleine Abstecher absolut gelohnt. Ein neues Visum, eigenes Tauchequipment, viele lustige Erinnerungen und einige coole Bilder reicher ging es für uns zurück nach Indonesien.

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